Phimose bzw. Vorhautverengung – Ursache & Behandlung

Bei einer Vorhautverengung wird zwischen einer physiologischen und pathologischen Phimose unterschieden.

Die physiologische Phimose

Dies ist eine ganz natürliche Verklebung der Vorhaut mit der männlichen Eichel und tritt bei 95 % aller neugeborenen Jungen auf. Man nennt es auch Präputialverklebung und es ist ein Selbstschutz vom Körper um die Eichel und Harnröhre vor schädlichen Umwelteinflüssen und Krankheitserregern zu schützen.

Die physiologische Phimose normalisiert sich in der Regel in den ersten 3 Lebensjahren wieder. In seltenen Fällen kann es bis ins Jugendalter dauern.

Sollte dies nicht der Fall sein und die Vorhautverengung Schmerzen bereiten ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Häufig reicht der Einsatz einer speziellen kortisonhaltiger Salbe aus, eine Operation ist in den seltensten Fällen notwendig.

Eine Behandlung sollte immer mit Rücksprache vom Facharzt durchgeführt werden. Handeln Sie – ihrem Sohn zuliebe – nicht auf eigene Faust, dies kann zu Schmerzen und weiteren Verletzungen wie dem „spanischen Kragen“ führen.

Die Paraphimose oder auch spanischer Kragen

Ein spanischer Kragen entsteht wenn die Vorhaut gewaltsam zurückgezogen wird und Eichel einklemmt. Dies hat eine Störung der Blutzufuhr zur Folge und kann zu Blutergüssen schmerzhaften Schwellungen führen. Sollte der Zustand nicht zurück gesetzt werden könnten ist sofort fachärztliche Hilfe aufzusuchen.

Die pathologische Phimose

Bei der pathologischen Phimose bzw. Vorhautverengung ist es unmöglich die Vorhaut ohne Schmerzen über die Eichel zu ziehen. Weitere Faktoren können Schmerzen beim Wasserlassen, (regelmäßige) Entzündungen der Eichel oder Harnstau sein. Eine pathologische Phimose muss vom Facharzt behandelt werden.