Libido: alles zur sexuellen Lust

Die sexuelle Lust kommt erstmals im frühen Teenageralter auf und begleitet den Menschen bis ins hohe Alter. Sie wird aus dem Lateinischen heraus auch als Libido bezeichnet und ist der Grund, warum Menschen sich fortpflanzen. Denn wie würden ohne sexuelle Lust Kinder entstehen können? Anders als die meisten Säugetiere, die sich nur zur Fortpflanzung sexuell aufeinander einlassen, keimt die Libido des Menschen aber auch durch die Aussicht auf Sex aus purem Spaß daran auf...

Was ist mit Libido gemeint?

Der Begriff Libido bezeichnet die sexuelle Lust. Ein Mensch verspürt meist früh in der Pubertät das erste sexuelle Interesse am anderen oder am gleichen Geschlecht. Während es für Kinder normal ist, Jungs oder Mädchen doof zu finden und küssen eklig, ändert sich diese Wahrnehmung in der Pubertät. Denn ab jetzt hat eine Libido für den Menschen einen Sinn: er könnte sich rein biologisch fortpflanzen. Idealerweise bleibt die Libido zu den fruchtbaren Zeiten konstant hoch und flaut erst dann ab, wenn der Mensch ohnehin keinen Nachwuchs mehr zeugen kann oder sollte. Soweit bestimmt zumindest die biologische Komponente über die menschliche Libido. Während Tiere nun aber nur zur Fortpflanzung sexuell miteinander verkehren, tut der Mensch es auch aus Spaß und braucht Sex zur Erhaltung der seelischen Gesundheit. Deswegen bleibt die Libido auch nach den gebärfähigen Jahren in geringerem Umfang erhalten.

Aber nicht verwechseln: Libido hat nichts mit Potenz oder gar Potenzmittel zu tun, dass sind 2 (bzw 3) Paar verschiedene Schuhe!

Gründe für eine schwache Libido beim Mann

Männer reagieren auf emotionalen und psychischen Stress, körperliche Anstrengungen und einen ungesunden Lebensstil mit schwacher Libido. Eine biologische Betrachtung hilft, zu verstehen, was sich mindernd auf die männliche Lust auswirken kann. Männer, die gestresst oder angespannt sind, sich ungesund ernähren oder sich mit Alkohol und Zigaretten gefährden, wären in der freien Wildbahn keine guten Väter, da sie ihre Kinder schlecht beschützen könnten. Ein Mann, der dagegen gut mit seinem Stress zurechtkommt, sich ausgewogen ernährt und emotional stabil ist, kann sich ohne weitere Schwierigkeiten um die Nachkommen seiner Partnerin kümmern. Nun gilt es nur noch herauszufinden, welcher Faktor im Alltag die männliche Libido schwächt oder ob die Gefühle zur Partnerin noch stimmen...

Gründe für eine schwache Libido bei der Frau

Frauen sind weit gefühlsbetonter als Männer. Auf Unstimmigkeiten in ihrer Beziehung reagieren sie schnell mit verringerter Libido, zumindest in Bezug auf ihren Partner, mit dem es in der Beziehung nicht gut läuft. Ein Mann könnte in schwierigen Beziehungen oft problemlos weiter mit der Frau schlafen. Auch seelischer Stress und psychische Probleme belasten die weibliche Libido weit eher und stärker, als sie es bei einem Mann tun. Genauso kann aber auch eine Frau unter körperlichen Faktoren leiden: Übergewicht etwa verändert die Hormonspiegel des weiblichen Körpers derart, dass die Libido nachlässt. Alkohol, Nikotin und weitere Drogen oder auch "nur" ungesunde Ernährung hätten auf die weibliche Lust den gleichen Effekt wie auf die männliche.

So kannst Du deine Libido steigern

Häufig ist Deine Libido nur vorübergehend niedrig. Es wird immer Phasen geben, in denen Du mal mehr und mal weniger Lust auf Deinen Partner oder auf Sex generell hast. Dauert die Phase aber an, solltest Du hinterfragen, was an Deinem Alltag anders ist als sonst. Stress? Dann musst Du ihn aktiv abbauen:

All das kann mittelfristig ebenfalls helfen, eine niedrige Libido durch eine gesündere Lebensweise wieder zu steigern.

Hinterfrage auch die Beziehung und die Gefühle für den Partner - insbesondere dann, wenn Deine Libido nur im Bezug auf den Partner niedrig zu sein scheint, Du andere Menschen aber durchaus noch anziehend findest. Vielleicht müsst ihr eure Beziehung wieder auffrischen, etwas Neues ausprobieren wie z.B. Sexspielzeug mit einem Penisring, Eichelring oder einer Penispumpe oder aber zunächst ungeklärte Dinge zwischen euch aussprechen, damit die Libido zurückkommt.