Erektile Dysfunktion - Du bist nicht allein und man kann Dir helfen!

Wenn „Er“ nicht mehr so kann, wie Du willst, dann kann das ganz schön belastend sein. Schließlich ist ein erfülltes Sexualleben für die meisten Menschen eine der Grundvoraussetzungen oder zumindest ein wichtiger Bestandteil einer glücklichen Partnerschaft.

Vielleicht kennst du das auch: Wenn ein Mann erste Anzeichen einer sexuellen Schwäche feststellt, ist die Panik oft groß. Du fühlst dich minderwertig, kraftlos und nicht mehr als „ganzer Mann“. Das Problem dabei: Oft beginnt damit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Durch den Druck, wieder können zu müssen, verstärkt sich das Problem noch - ein Teufelskreis kommt in Gang, aus dem du alleine kaum wieder herauskommst.

Erektile Dysfunktion: hier bekommst du Hilfe!

Ich kläre dich über alle wichtigen Fakten rund um das Thema erektile Dysfunktion auf, ergründe die Ursachen und hinterfrage sie, und gebe dir schließlich die notwendigen Tipps und Tricks an die Hand, damit du das Problem möglichst schnell in den Griff bekommst.

Was ist eine erektile Dysfunktion?

Erektile Dysfunktion (ED) - was sich zunächst sehr wissenschaftlich und schwer verständlich anhört, ist im Grunde nichts anderes als eine Potenzstörung bzw. Erektionsschwäche. Im Volksmund spricht man auch von Impotenz, obwohl Wissenschaft und Medizin hier klare Unterschiede machen. Während bei einer ED durchaus ansatz- oder phasenweise noch Erektionen vorhanden sein können, spricht man von einer Impotenz erst dann, wenn sprichwörtlich „gar nichts mehr geht“.

Charakteristisch für die erektile Dysfunktion ist, dass es dem Mann über einen längeren Zeitraum hinweg bzw. in der Mehrzahl der Versuche nicht gelingt, eine ausreichend starke Erektion des Penis zu erreichen oder nach dem Erreichen beizubehalten. Wichtig ist hier die Betonung auf „längerer Zeitraum“. Besteht die Potenzschwäche lediglich über einen kurzen Zeitraum, spricht man für gewöhnlich noch nicht von einer erektilen Dysfunktion.

Ist die erektile Dysfunktion feststellbar, unterscheidet die Medizin diese nochmals in zwei verschieden Formen. Welche Form vorliegt, bestimmt insbesondere der Zeitpunkt des Auftretens.

Primäre erektile Dysfunktion
Von einer primären erektilen Dysfunktion spricht man, wenn seit der Geburt bzw. seit dem Eintreten der Geschlechtsreife keine Erektion möglich ist. Somit ist die primäre ED vergleichbar mit einer vollständigen Impotenz.

Sekundäre erektile Dysfunktion
Handelt es sich um eine ED, die erst dann entsteht, nachdem der Mann bereits über einen mehr oder minder langen Zeitraum normale Erektionen verzeichnen konnte, spricht man von einer sekundären erektilen Dysfunktion.

Verbreitung der erektilen Dysfunktion

Falls du von einer erektilen Dysfunktion betroffen bist, stehst du auf keinen Fall alleine dar. Die ED weist eine weitaus größere Verbreitung auf, als die meisten Menschen glauben. Dies liegt vor allem an der großen Dunkelziffer, da es sich hierbei um ein klassisches Tabuthema handelt, über das nur die wenigsten Männer offen sprechen können.

Statistiken besagen, dass rund 52 % aller Männer im Alter zwischen 40 und 70 phasenweise Erektionsprobleme haben. Fast 10 % der Männer leiden dauerhaft unter einer nicht ausreichenden bzw. nicht ausreichend langen Erektion. Bei jüngeren Männern sehen die Zahlen etwas anders aus. Hier leiden ca. 16 % unter gelegentlichen Problemen bei der Erektion, zwei Prozent der Befragten haben eine dauerhafte erektile Dysfunktion.

Ursachen für eine erektile Dysfunktion

Grundsätzlich muss zwischen körperlichen (organischen) und psychischen Ursachen einer erektilen Dysfunktion unterschieden werden. Allerdings hat sich in diversen wissenschaftlichen Studien gezeigt, dass die rein psychischen Ursachen ganz deutlich in der Minderzahl sind, sie machen statistisch nur rund fünf Prozent aller Fälle aus. Beim größten Teil aller Betroffenen resultiert die ED aus einer Mischung von verschiedenen Ursachen, sowohl körperlich als auch psychisch. Im Alter verschiebt sich dieses Verhältnis noch stärker hin zu den körperlichen Ursachen, so dass ab einem Alter von etwa 50 Jahren mehr als 80 % aller Fälle körperlich bedingt sind.

Psychische Ursachen

Einer der Hauptauslöser psychischer Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind Ängste. Diese Ängste wiederum können aus Beziehungskonflikten, Trennungserlebnissen, beruflichen Misserfolgen, Selbstvorwürfen usw. resultieren. Auch die Rolle der Lust an sich spielt hier mit hinein. Sicher wirst du bemerkt haben, dass in der Werbung seit Jahren die Fokussierung auf die menschliche Lust immer weiter zunimmt. Die Folgen sind: Viele Menschen verspüren einen immer größeren Druck, dem dort vorgelebten Bild gerecht zu werden. Der perfekte Körper, immer und überall „können“, ein stets aufregendes Sexualleben - das gaukelt uns die Werbung vor. Und wir hecheln hinterher …

Genau aus diesem Druck heraus entstehen die besagten Ängste. Sie gehören mittlerweile zu den verbreitetsten Ursachen für sexuelle Störungen bei jüngeren Menschen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Organische Ursachen

Die organischen Ursachen für eine erektile Dysfunktion sind weitaus einfacher zu bestimmen als die psychischen. Schauen wir uns die wichtigsten dieser Ursachen doch einmal etwas näher an:

Diabetes mellitus

Diabetes-Erkrankungen - egal in welcher Form - zählen zu den organischen Hauptursachen für eine erektile Dysfunktion. Infolge der Diabetes werden zahlreiche Körperteile schlechter durchblutet (z. B. Hände, Füße usw.), dies wirkt sich auch auf den Penis aus.

Bluthochdruck

Bluthochdruck kann sich gleich mehrfach negativ auf die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, auswirken - direkt und indirekt. Wird der Bluthochdruck über einen längeren Zeitraum nicht behandelt, kommt es zu Schädigungen der Gefäße, was wiederum eine erektile Dysfunktion auslösen kann. Wird der zu hohe Blutdruck dagegen mit Medikamenten behandelt, können die entsprechenden Nebenwirkungen eine ED nach sich ziehen. Und auch eine erfolgreiche Senkung des Blutdruck kann dafür sorgen, dass der Penis schlechter durchblutet wird und es somit zu Erektionsstörungen kommt. Besser also, du lässt es erst gar nicht so weit kommen.

Rauchen, Alkohol und andere Drogen

Du schaust gerne mal etwas zu tief ins Glas oder bist seit vielen Jahren mehr oder minder starker Raucher? Dann gehörst du zu den Risikopatienten für eine erektile Dysfunktion. Rauchen verengt allgemein die Gefäße, Alkohol kann sie - insbesondere bei langjährigem Konsum - nachhaltig schädigen. All das kann eine ED zur Folge haben. Vielleicht solltest du daher deinen Lebenswandel mal überdenken.

Neben diesen Hauptrisikofaktoren für die erektile Dysfunktion gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Ursachen, die teilweise jedoch nur sehr schwer zu diagnostizieren sind. Trotzdem solltest du sie kennen:

Wichtig zu wissen: Liegen mehrere Risikofaktoren gleichzeitig vor, erhöht sich das Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken, exponentiell.

Wie wird die erektile Dysfunktion diagnostiziert?

Letztens hat es mal nicht so geklappt bei dir bzw. mit deiner Partnerin im Bett. Du gerätst in Panik. Was ist, wenn es beim nächsten Mal wieder Probleme gibt? Die Unruhe steigt, und vielleicht stellst du dir schon an diesem Punkt die Frage, ob du an einer erektilen Dysfunktion leiden könntest.

Halt!

Du solltest dir in einer solchen Situation noch nicht den Kopf zerbrechen. Der größte Teil aller Erektionsschwächen tritt nur vorübergehend auf und verschwindet von selbst wieder. Die Medizin spricht in diesem Fall noch gar nicht von einer erektilen Dysfunktion. Doch wann liegt diese eigentlich gesichert vor?

Wenn du trotz allem den Verdacht auf eine ED bei dir selbst hast und zu deinem Hausarzt gehst, wird dieser entweder selbst eine Sexualanamnese durchführen oder dich dazu an einen Facharzt verweisen. Die Sexualanamnese ist eine gezielte und ausführliche Befragung zu deinem Sexualleben. Keine Angst: Der Arzt unterliegt zum einen einer gesetzlich vorgeschrieben Schweigepflicht, zum anderen hat er tagtäglich mit solchen Fällen zu tun - er möchte dir helfen und benötigt daher dein volles Vertrauen.

Zusätzlich zur Sexualanamnese kann eine psychologische Exploration (Befragung) erforderlich sein. Ergeben sich bei diesen Untersuchungen keine Hinweise auf eine rein psychologische Ursache für die Sexualschwäche, wird der Arzt danach eine ganze Reihe von Untersuchungen vornehmen, um organischen Ursachen auf die Schliche zukommen bzw. diese ausschließen zu können. Dies können z. B. folgende Untersuchungen sein:

Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind, sollte zweifelsfrei feststellen, ob bei dir eine erektile Dysfunktion vorliegt.

Was du bei einer erektilen Dysfunktion tun kannst

Wie eine ED behandelt wird, hängt zunächst davon ab, ob sie psychisch oder organisch bedingt ist. Liegt eine psychisch bedingte ED vor, wird der Arzt dir zu einer Psychotherapie raten. Keine Angst: Du hast in diesem Fall keinen „Dachschaden“ und musst auch nicht auf die berühmt-berüchtigte Couch. Der Psychotherapeut wird gezielt Gespräche mit dir führen, um die tieferen Ursachen herauszufinden und dann die geeigneten Therapiemaßnahmen dafür vorschlagen. Das können ebenfalls Gespräche sein, aber auch praktische Übungen, die du mit deinem Partner bzw. der Partnerin absolvierst. Die Erfolgsquote bei einer solchen Psychotherapie liegt übrigens sehr hoch!

Zusätzlich zur Therapie kann auch eine Behandlung mit Medikamenten erfolgen, z. B. mit Viagra oder anderen Präparaten.

Vorgehen bei organisch bedingter erektiler Dysfunktion

Sollte bei dir eine organisch bedingte ED festgestellt worden sein, so sind die möglichen Behandlungswege und Therapien sehr vielseitig. Auch hier hängt es wiederum davon ab, welche organische Ursache gefunden wurde. Generell wird dir dein Arzt zunächst zu diversen Änderungen in deinem Lebensstil raten. So zum Beispiel bei einer erektilen Dysfunktion aufgrund von Bluthochdruck: Hier kann es bereits helfen, ein möglicherweise vorhandenes Übergewicht zu reduzieren, das Rauchen aufzugeben und/oder weniger Alkohol zu trinken. Auch eine salzarme Ernährung und die Integration von Sport ins alltägliche Leben können dir helfen. Lese Dir in jedem Falle meinen Artikel über potenzsteigernde Lebensmittel durch!

Zusätzlich kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Dabei unterscheidet man zwischen Medikamenten, die oral verabreicht werden und solchen, die beispielsweise direkt in den Schwellkörper des Penis gespritzt werden. Letztgenannte kannst du naturgemäß nicht selbst anwenden. Inzwischen gibt es zudem Medikamente, die mit einem speziellen Applikator in die Harnröhre eingeführt werden.

Bekannt sind außerdem sogenannte mechanische Hilfsmittel, mit denen eine Erektion hervorrufen bzw. unterstützt werden kann. Hierzu gibt es beispielsweise die Penispumpe, welche über den Penis gestülpt wird. Durch das Abpumpen der Luft im Zylinder entsteht ein leichter Unterdruck, wodurch wiederum mehr Blut in die Schwellkörper fließen kann. Das Abfließen des Blutes wird dann durch einen Penisring am Schaftansatz verhindert bzw. erschwert.

Eine Alternative zur Penispumpe ist ein Penis Extender. Dies ist eine Art Gurt den man z.B. nachts beim Schlafen trägt und für verschiedene Einsatzgebiete konzipiert ist - u.a. auch bei erektiler Dysfunktion. Wenn Dich das interessiert lese Dir meine Erfahrungen mit der Phallosan Forte durch.

Weitere mögliche Ansätze zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion sind die Hormontherapie sowie diverse chirurgische Eingriffe, mit denen beispielsweise geschädigte Gefäße repariert werden können. Auch komplette Schwellkörper-Implantate werden mittlerweile chirurgisch eingesetzt.

Vorsicht vor unseriösen Behandlungsmethoden!

Bei der Suche im Internet, wenn du beispielsweise Schlagwörter wie „Potenzstörung“ in eine Suchmaschine eingibst, wirst du mit tausenden Suchergebnissen erschlagen. Teilweise versprechen dir dubiose Webseiten Mittelchen, mit denen sich dein Problem innerhalb kürzester Zeit in Luft auflösen soll. Oft besitzen solche Webseiten kein ausreichendes Impressum und bieten Präparate an, die aus Asien oder anderen fernen Gegenden kommen und hierzulande überhaupt nicht zugelassen sind.

Mein Tipp: Lass die Finger von solchen Präparaten und den vollmundig im Internet angepriesenen Methoden. Sie halten fast nie das, was versprochen wird. Im Gegenteil: Du kannst nie wissen, was in den Mitteln enthalten ist und ob sie schädlich oder sogar lebensgefährlich sein können.

Ich habe dafür extra eine Liste erstellt, ich nenne Sie die ehrliche Liste über Potenzmittel. Dort sind alle wirksamen, nicht wirksamen und dubiosen Potenzmittel aufgelistet, damit Du auf den ersten Blick erkennst, wovon Du besser die Finger lässt.

Fazit: Die erektile Dysfunktion ist in den meisten Fällen problemlos in den Griff zu bekommen

Gerate nicht gleich in Panik, wenn es im Bett einmal nicht mehr so klappt, wie du es gewöhnt bist bzw. wie du es gerne hättest. Wende dich mit deinem Problem vertrauensvoll an einen Arzt und lass die Ursachen dafür umfassend abklären. Anschließend kannst du gemeinsam mit dem Arzt die nötigen Maßnahmen zur Therapie vornehmen. Statistiken zeigen: In den meisten Fällen lässt sich durch vernünftiges Handeln eine erektile Dysfunktion rückgängig machen. So kannst du dein Liebesleben wieder in vollen Zügen genießen!